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HELMUT DEBUS
         Frömde Frünnen
         neue CD Mai 2019
 
 
Helmut Debus - Lied-Poet von internationalem Format - wird am 3. Mai 2019 siebzig.
"Frömde Frünnen" ist Debus´ zwanzigstes Album.
Sein Debüt "Wo ik herkam" erschien 1976, in Folge neunzehn weitere LPs/CDs, ein Liederbuch und eine DVD mit Film- und Fernsehaufnahmen.
 
45 Jahre ist er mit seinen Liedern jetzt on the Road - unterwegs auf zahllosen Bühnen in ganz Deutschland, in England, Italien, Dänemark, Schweden, den Niederlanden und Österreich. Seine Texte sind absolut authentisch, seine Musik steht für Qualität. Debus´Lieder/Songs sind klug und romantisch, ohne den Schutz der Ironie. Sie machen unser Herz weicher und unsere Seele größer.
 
Der Norddeutsche war nie ein Mann für den einfachen Konsum. Man muß seiner Poesie folgen und zuhören, damit sich ihre Tiefe erschließt. Niederdeutsch, seine Muttersprache, seine Herzens- und Poesiesprache, ist für ihn wie wenn einer das Gitarrenkabel in den Verstärker steckt. Sie ist dann nicht mehr nur akustisch, sondern  v e r s t ä r k t   !
 
Helmut Debus ist ein Erneuerer der Sprache. Seine eigensinnige Poesie gibt der niederdeutschen Sprache das zurück, was sie am nötigsten braucht - Respekt und Würde. Seit 1985 entwickelte er sich immer mehr "von einem dichtenden Sänger zu einem singenden Dichter".
Für seine künstlerische Arbeit erhielt er zahlreiche Kultur- und Literaturpreise u.a. 1989 den Bad Bevensen Preis, 1990 das Niedersächsische Künstlerstipendium, 1999 den Literaturpreis der Stadt Kappeln, 2004 den Kulturpreis der Oldenburgischen Landschaft. 2014 war Debus nominiert für den Deutschen Musikautorenpreis. Viele seiner Lieder waren in den Top 10 der "Liederbestenliste".
Die letzten beiden Alben "Dreihen un Weihen" (2012) und "Liekut un annersrum" (2015) waren nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.
Er schrieb Lieder für Filme und Theaterstücke. Seine Texte wurden in Litaratur-Anthologien, in Lieder- und Schullesebüchern abgedruckt sowie von Studenten an Universitäten behandelt und in etlichen Hausarbeiten für Lehramts-Staatsprüfungen zum Thema gemacht.
 
2012 begann für Helmut Debus eine neue musikalische Lebensphase oder man könnte sagen, es schloss sich ein Kreis. Denn angefangen hat alles, hat er 1966 als Schlagzeuger bei den "Madmen". Nun spielt er wieder mit einer Band - Beat, klassisch: Elektro-Gitarre, Bass, Drums, akustische Gitarre. Michael Jungblut, Iko Andrae, Andreas Bahlmann, Helmut Debus.
Eine Band, die sich stets weiterentwickelt, und die nun zusammen ihr drittes Album eingespielt hat.
Aufgenommen und produziert von Friedrich Thein, im trocken gemixten, unaufgeregten, authentischen Studio-Sound, ohne Tingeltangel in den Arrangements.
 
Die letzten Alben enthielten ausschließlich Debus´ eigene Texte und Melodien. Dieses Jubiläumsalbum ist etwas bunter geworden. Fünf ältere Debus-Songs in einem neuen Gewand und sieben "Frömde Frünnen". Fünf seiner eigenen Lieblingssongs in spannenden Neuinterpretationen, in einem Soundgewand, das ihnen neuen Schwung verleiht - so wie wenn man einem alten Haus einen neuen Anstrich verpasst. Alle Texte sind bearbeitet, einige neue Textzeilen eingeflossen, ein Song hat eine ganz neue Melodie bekommen.
Zwei von Debus´Leit- und Lieblingssätzen passen gut zu dieser Arbeit, zu diesem neuen Album: " ´n beten scheef hett Gott leef" und Nam June Paiks "when too perfect, lieber Gott böse".
 
Von den sieben Cover-Songs, den "Frömden Frünnen", sind vier poetische Übertragungen ins Niederdeutsche, drei sind original geblieben und werden auf dem Album auch in deutsch gesungen. Die aus dem Englischen und Spanischen ins Niederdeutsche übertragenen Texte entsprechen dem Geist des Originals, sind aber musikalisch und poetisch frei bearbeitet.
 
 
Debus:
 
Dass man sich über die Musik mit jemandem verbunden fühlt, den man nie persönlich getroffen hat, empfinde ich als geradezu magisch. Man kann einen Song nur dann gut übertragen, wenn man ihn liebt. So als wäre er dein eigener. Dylan sagt in einem seiner Songs, dass er Schuhe für andere gemacht hat und macht, selber aber barfuß ist.
Für mich ist es wunderbar für eine kleine Zeit in den Schuhen eines anderen zu gehen und die Welt durch seine Augen zu sehen. Ich bin dort heimisch geworden und habe gewagt, das was er englisch gesagt hat, in meine eigene Sprache zu bringen. Wenn es gelungen ist, steht am Ende dort ein neuer niederdeutscher Song. Möglicherweise, wenn ich Glück hatte, ein so  vollkommener - unvollkommener wie der von Dylan, wie der von Tom Waits, wie der von Lluis Llach. Ezra Pound hat seinerzeit einmal an seine Übersetzerin Eva Hesse geschrieben: "Verdammt ! Übersetzen Sie nicht, was ich geschrieben habe. Übersetzen Sie, was ich schreiben wollte" .  
 
 
 
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